Wut im Bauch? Wut annehmen und ausdrücken

Wut annehmen und ausdrücken

Wie du deine Wut annehmen und ausdrücken kannst

Dieser Artikel entstand aufgrund einer Blogparade von Lia Rienzi.

Erst wusste ich nicht so recht, ob ich etwas dazu beitragen könnte. Was habe ich mit Wut zu tun?

Harmonie, Liebe und Freude – darauf konzentriere ich mich doch. Ich bin verständnisvoll, nett und zuvorkommend. Meistens jedenfalls. Da hat eine Emotion wie Wut doch gar keinen Platz.

Wenn möglich geht es mir super. Ich lächle, bin nachsichtig und bleibe fast immer gelassen. Angst, Trauer und Schmerz kenne und akzeptiere ich. Aber für Wut gibt es keinen Raum in meinem Leben. Zumindest nicht bewusst.

Oder ist es Aggression, für die es keinen Raum gibt? Wenn ich auf ein Kissen einschlage, ist es eine Art mit meiner Aggression umzugehen. Aber was ist dann mit der Wut?

Auseinandersetzung mit der Wut

Ich beschließe, mich damit auseinanderzusetzen. Kann ja nicht schaden. Und es hilft bestimmt auch wieder mal ein bisschen mehr über mich selbst zu erfahren.

Schließlich können die ganzen negativen Emotionen unangenehme Auswirkungen auf meine Gesundheit haben. Es gibt Studien die belegen, dass zu oft unterdrückte Wut Krankheiten hervorrufen kann.

Und nicht nur Wut – auch die dazu gehörigen Emotionen Feindseligkeit, Neid und Angst machen uns krank.

Da denke ich doch gleich an meine Rückenschmerzen. Wenn sie mich wieder einmal quälen. Und ich ärgere mich jedesmal darüber. Ich fühle mich nutzlos und um mein Glück betrogen.

Hab eine Stinkwut, weil ich schon wieder Tabletten schlucken muss um irgendwie durch den Tag zu kommen. Bin sauer auf mich selbst, weil ich das mit der Bewegung schon wieder nicht durchgezogen habe.

Hab ich gerade „Stinkwut“ geschrieben? Dann ist das jetzt mein Stichwort. Und der Artikel muss weiter geschrieben und auch veröffentlicht werden. Danke Lia, das wird jetzt spannend.

Wut annehmen und ausdrücken – kann ja nicht so schwer sein!

Die Wut wahrnehmen

Jeder nimmt Wutausbrüche anders wahr. Es kommt auch darauf an, wer da aus der Haut fährt. Ich denke da an meinen damals etwa 3jährigen Sohnemann, als er sich im Supermarkt brüllend auf den Boden geworfen hat.

Die umstehenden Erwachsenen akzeptierten das und fanden es sogar niedlich. Das Trotzalter eben. Ist ja auch gut für die Entwicklung der Persönlichkeit.

Wut annehmen und ausdrückenAls Frau wütend zu sein wird nicht so gerne akzeptiert. Wenn Männer ihre Wut ablassen ist das ok und wird von der Gesellschaft eher toleriert.

Ist doch so, oder? Ich finde das müssen wir Frauen so nicht hinnehmen. Wir sollen unseren Zorn immer nur höflich verpacken.

Und natürlich wollen wir ja niemanden verletzen. Es gilt, unsere guten Manieren zu wahren und immer schön höflich zu sein. Die Männerwelt versteht uns trotzdem nicht.

Für mich ein Grund mehr, herauszufinden wie ich mit meiner Wut richtig umgehe. Und zwar so, dass es sich für mich gut anfühlt. Und dass ich was mitnehme – was Positives.

Um dann gestärkt und motiviert weiter zu gehen. Ja genau das will ich!

Und wenn die Männerwelt nicht versteht – nicht so wichtig

Mit der Wut umgehen

Ok, ich steh dazu. Auch in mir kommt schon mal Ärger und Wut hoch.

Der Ärger mit dem Chef oder den Kollegen – die Überstunden. Meine Schmerzen. Der Stau auf der Autobahn, der rücksichtslose Autofahrer, der mir die Vorfahrt nimmt, oder den Parkplatz vor meiner Nase wegschnappt.

Die unverschämte, egoistische Freundin – die immer nur fordert, stundenlang von sich und ihren Problemen erzählt, mir nicht richtig zuhört. Und keine Zeit hat wenn ich sie mal wirklich brauche.

Der Partner, der scheinbar zufrieden und in sich ruhend an „seinem Lagerfeuer“ sitzt, alle Probleme selbst lösen möchte. Anstatt mit mir über all die wichtigen Dinge zu reden. Rücksichtslosigkeit, Ungerechtigkeit, Gewalt, Leid und Not in der Welt…. Das sollte reichen – hat jeder genug eigene Themen, nur bitte nicht übertreiben.

Wut annehmen und ausdrückenUnd wenn das dann hoch kommt, in mir so richtig brodelt und ich am liebsten schreien und toben möchte….. ja dann würde ich gerne dem „Wutverursacher“ so richtig die Meinung posaunen.

Aber halt –  ich sollte vorsichtig sein mit den Handlungen, die aus meiner Wut heraus entstehen. Meist unbedacht. Und ich weiß auch, dass allzu heftige Überreaktionen nur noch mehr Ärger produzieren.

Nicht immer ist es also angebracht, meine Wut auszudrücken. Gehört sich ja auch für eine Frau nicht. Aber genau so ist es nicht angebracht, Wut zu unterdrücken.

Es geht doch auch anders.

Wenn ich wütend bin hilft es einfach mal laut und feurig zu werden. Aber das will ich vermeiden. Also ist es gut zu lernen meine Wut achtsam zu halten. Üben, üben, üben.

Was ich damit meine – die Wut zwar bewusst wahrnehmen, aber erst mal nicht agieren. Und ich versuche – am besten mit etwas Abstand – zu ergründen warum das jetzt so ist.

Das Ziel: Mitgefühl haben – mit der Wut des anderen, mit meiner eigenen und den vielen verschiedenen, vielleicht verletzten „Ichs“, die in mir wütend sind.

  • Was ist der Antrieb hinter meiner Wut?
  • Was möchte sie mir sagen?
  • Ist es vielleicht der heimliche Wunsch nach Anerkennung und Entscheidungsfreiheit?
  • Erwarte ich wieder zu viel?

Selbsterkenntnis hilft mir vieles zu verändern.

Ein chinesisches Sprichwort bringt es auf den Punkt:

Wer wütend ist, verbrennt oft an einem Tag das Holz, das er in vielen Jahren gesammelt hat Klick um zu Tweeten

Was habe ich in all den vielen Jahre an Holz gesammelt? Und was mache ich damit?

Soll ich es stapeln und einfach ignorieren? Oder kann ich das ganze Holz vielleicht für etwas Gutes nutzen? Schon oft war meine Wut im Nachhinein betrachtet, eine sehr kreative Ideenbringerin. Ja sogar meine ganz persönliche Antreiberin. Weil sie mich dazu gebracht hat nach Lösungen für mein Problem zu suchen.

Und ich habe Lösungen gefunden, die ich vorher nie in Betracht gezogen hätte. Solche Hindernisse fördern sogar meine Kreativität. Ich sehe dann mehr das große Ganze und weniger die komplizierten, meistens unbedeutenden Details. Und neue Wege tun sich auf.

Die Wut zähmen

Ein Wort vom Chef, der Streit um eine Bagatelle mit dem Partner – schon schäumt sie auf, die Wut im Bauch! Der Kragen platzt fast. Jetzt nur nicht die Fassung verlieren.

  • Erst mal bis 10 zählen, am besten aus dem Raum gehen, tief Luft holen. Dann den Antrieb der Wut positiv für Wut annehmen und ausdrückenmich nutzen – das Gewünschte etwas später erreichen. So kann mein Gegenüber die Emotionen noch spüren, solange sie noch heiß sind.
  • Erst mal eine Nacht drüber schlafen und etwas Abstand gewinnen – morgen sehen die Dinge schon ganz anders aus.
  • Mich mal in die Lage meines „Wut – Verursachers“ versetzen – vielleicht verstehe ich dann seine Gründe ein bisschen besser.
  • Die Auslöser meiner Wut aufschreiben – so werden meine Gedanken klarer und ich kann sie zu einem späteren Zeitpunkt strukturierter wiedergeben.
  • Erst mal raus an die frische Luft – Bewegung hilft immer – das Gemüt abkühlen und den Kopf frei kriegen. Die Natur versteht mich immer und nimmt sogar meine negative Energie gerne auf.

Wut nicht mit Aggression verwechseln

Lange dachte ich Wut ist so ungefähr das niedrigste Niveau, auf das ein Mensch sinken kann. Heute kann ich sagen: Das stimmt so nicht. Sie ist zusammen mit Freude, Angst und Trauer eine der grundlegenden Emotionen von uns Menschen.

Wut ist die Energie, die mein sensibles Herz beschützt und einen sicheren Raum für Verletzlichkeit bereitet. Ich darf sie zulassen und muss nicht immer nett, verständnisvoll und zuvorkommend sein.

Wut ist nicht Aggression und auch nicht Gewalt. Sie ist eine verletzliche Emotion und eine Art mir zu zeigen was mir wichtig ist. Aggression kann manchmal ähnlich aussehen wie Wut. Aber sie möchte den anderen verletzen. Und das kann leicht zu Gewalt führen – nicht unbedingt physisch, eher emotional.

Wut dagegen kann, wenn sie gut aufgenommen wird, eine Beziehung vertiefen. Egal wie feurig ich meine Wut ausdrücke, sie trägt doch Mitgefühl, Sensibilität und Verletzlichkeit in sich. Und die Liebe für mein Gegenüber geht nicht verloren. Das gefällt mir.

Klarheit – Kraft – und Liebe

Meine Wut ist also immer auch ein Eingeständnis meiner eigenen Verletzlichkeit und offenbart diese meinem Gegenüber. Der amerikanische Therapeut Robert August Masters spricht hierbei von „Herz-Wut.“

Es ist wirklich wichtig zu verstehen, dass es eine Möglichkeit gibt, wütend zu sein mit offenem Herzen. Wir können Mitgefühl für die Person haben, über die wir wütend sind und Mitgefühl mit uns selbst. Während wir wütend sind und danach.

Verletzt sein, Schmerz, Ohnmacht, Frustration, Angst, Verwirrung – all das und viel mehr kann in Wut enthalten sein. Ich spüre sie von ganz unterschiedlichen Orten in mir aufsteigen.

Oft ist es Zorn, der meine Leidenschaft für Gerechtigkeit und Wahrheit zum Ausdruck bringen möchte. Mal ist es mein inneres Kind – vielleicht als Hinweis auf alte Wunden.

Oder es ist mein „erwachsenes Selbst“ das mein Herz vor Verletzungen schützen mag.

Ein wichtiger Schritt ist es, meine eigenen Grenzen zu (er)kennen und dazu zu stehen. „Nein“ und „Stopp“ sagen zu dürfen. Wut nicht als Angriff zu sehen, sondern als Ausdruck von Selbstliebe und Integrität mit mir selbst.

Ich bin kein Opfer und muss mich nicht für Liebe verbiegen. In Beziehungen, die mir nicht gut tun, muss ich nicht bleiben. Den Job, der mich krank macht, muss ich nicht machen.

Wenn ich meine Wut nicht schlucke und stattdessen meine Grenzen wahrnehme, sie akzeptiere und achte, bringt mir das immer mehr Klarheit und auch Kraft. Ich darf meine Wut ausdrücken und annehmen!

Wow!

Da zeigen sie sich, die Geschenke Mut, Leidenschaft, Klarheit und Kraft.

Wo waren die denn die ganze Zeit?

Wut annehmen und ausdrücken

Da war ich wohl ganz schön oft „blind vor Wut.“

Und dann kann er sich öffnen: Der Raum für die „Herz-Wut“.

Eine Wut voller Achtsamkeit, Mitgefühl und Leidenschaft.

Kann Wut also Liebe sein?

Lassen wir es doch einfach zu, dass es so sein kann.

WUT annehmen und ausdrücken Das war es, das spannende Thema von Lias Blogparade.

Es hat sehr viel Spaß gemacht!

Ganz herzlichen Dank Lia Rienzi, dass ich dabei sein durfte!

Was daraus entstanden ist, finde ich wunderbar!

Du kannst dir jetzt kostenlos das Ebook mit hilfreichen Tipps, Inspirationen und Erfahrungsberichten, 

die Lia zusammengestellt hat, herunterladen.

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Hilf dir selbst und lächle,

Liebe Grüße

Monika

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