Bewegung bringt stabile Gesundheit

Bewegung – und warum der Muskel dein bester Freund ist

Hast du’s schön gemütlich? Sitzt am Schreibtisch, oder mit dem Tablet auf dem Sofa. Das ist schön. Gerade jetzt, wo es draußen so ungemütlich ist. Da ist es drinnen doch am Schönsten.

Du solltest das auch genießen, du hast dir etwas Ruhe und Entspannung verdient.

Aber was glaubst du, wie viele Stunden sitzt du täglich?

Was soll die Frage, denkst du jetzt bestimmt – klar, ich arbeite und sitze viele

den ganzen Tag schuften…

Stunden am Computer. Willkommen im Club der Vielsitzer!

Ich weiß wovon ich spreche. In meinem Job als Zahnmedizinische Verwaltungsangestellte habe ich an 5 Tagen der Woche mindestens 12 Stunden nur gesessen.

Am Frühstückstisch, auf der Fahrt zur Arbeit, im Büro, wieder im Auto und beim Abendessen.

Manchmal hatte ich auch gute Phasen. Da bin ich in der Mittagspause mal ein paar Schritte um den Block gegangen. Fußgängerzone – Schaufenster gucken. Oft habe ich es nur bis zur Küche geschafft. Schließlich braucht man ja Energie um weiter Leistung zu bringen und konzentriert zu bleiben.

Schaufenster gucken

Nach getaner Arbeit war ich dann froh endlich zuhause zu sein, wo mich nach dem Abendessen unser gemütliches Sofa bereits sehnsüchtig erwartete.

Ohne Bewegung macht dein Muskel schlapp

Das passt dir jetzt aber gar nicht – schlappe Muskeln. Aber nur regelmäßige und ausreichende Bewegung, bringt stabile Gesundheit. Sport verringert das Risiko zu früh zu sterben. Ohne Bewegung machen alle Muskeln schlapp.

Unsere Vorfahren jagten hinter dem Mammut her und gruben nach Wurzeln. Sie mussten sich bewegen, um nicht zu verhungern. Wir laufen heute vom Kühlschrank zum Herd, vom Schreibtisch in die Kantine, oder wie ich – in der Mittagspause zum Küchenstuhl.

Heutzutage bewegen wir Menschen uns um zwei Drittel weniger als noch vor 100 Jahren. Wie sollen unsere Muskeln da fit bleiben? Im Kölner Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin wurden einmal „fitte“ Sportmediziner 9 Tage zu Versuchszwecken ins Bett gelegt. Das Ergebnis: Die Leistungsfähigkeit der Organe sank um 21 Prozent, das Herz schrumpfte um 10 Prozent – in nur 9 Tagen!

Brauchst du ständig deine Krücke?

hoffentlich nicht so….

Sitzen, sitzen, sitzen …. fängt schon im Kindergarten an. Dann geht das in der Schule weiter. Als Kind war ich sehr aktiv und voller Bewegungsdrang. Ich wollte nie still sitzen. Meine Lehrerin in der Grundschule musste ganz schön Aufwand betreiben, um mich zum sitzen zu animieren.

Irgendwann habe ich mich gefügt und mich so benommen, wie die Erwachsenen das von mir erwarteten. Gehört sich so.

Der Mensch sitzt – Jahrzehntelang. Dafür sind wir nicht geschaffen worden. Aber fortschrittlich sind wir geworden – wir haben stolz die Köpfe gehoben, die Hände vom Boden genommen, die Hüfte gestreckt und die Knie durchgedrückt.

Nach Millionen Jahren schreiten wir endlich aufrecht durch die Welt. Ich muss gerade schmunzeln – Schreite ich durch die Welt? So richtig aufrecht? Sollte ich mal dran arbeiten.

Der Stuhl ist schuld

Seit über 150 Jahren zwingt uns der Stuhl in unnatürliche Haltungen. Er legt Skelett und Muskeln still und sorgt dafür, dass unsere Atmung reduziert wird. Die Füße verlieren den Kontakt zum festen Boden, Muskeln an Beinen und Rücken erschlaffen, das Becken verliert an Stabilität.

Die Wirbelsäule verliert an Elastizität und den Bandscheiben wird die Nährstollzufuhr abgedrosselt. Unsere Muskeln verkümmern, wir haben keine Kraft mehr – und müssen uns immer wieder hinsetzen.

Wir brauchen die „Krücke“. Sitzen macht süchtig.

der gute alte Stuhl

Die Nebenwirkungen nehmen wir in Kauf: krumme Wirbelsäulen, Kopfschmerzen, Verspannungen und Bandscheibenvorfälle. Gewichtsprobleme schleichen sich ein. Weniger Muskeln, mehr Schwabbel – das Fett siegt.

Der Stuhl ist schuld. Irgendwas ist immer schuld.

Nein, ich habe meine Stühle nicht rausgeschmissen. Wäre ja auch wirklich schade drum. Es ist schon ok, dass wir in der Schule und im Büro sitzen. Auf Stühlen sitzend laufen wir zu geistigen Höchstleistungen auf.

Nur: Wir übertreiben es. Zu viel ist niemals gut. Dauerhaftes Sitzen verursacht Gesundheitsschäden. Das schlechte Image des Sitzens ist dennoch etwas überzogen.

 

 

Warum nicht die Vorteile bewusster nutzen?

Eine Bedeutung des lateinischen „sedere“, des Ursprungs des deutschen Wortes „sitzen“ ist auch „besänftigen“. Du solltest es eben nur nicht übertreiben – mit dem „besänftigen“.

Plus ♥ medicine-ball-1575315_1920

Versuchs doch mal mit aktivem sitzen. Abwechseln zwischen Stuhl, Gymnastikball und Stehsitz. Wie wäre es mit einem Stehpult? Probier’s aus. Baue erst kurze Stehperioden ein, sie werden mit der Zeit von selbst länger.

Verlasse so oft du kannst, deinen Arbeitsplatz. Im Gehen denkt es sich sehr gut. Es gibt auch Chefs, die da mit sich reden lassen. Und es kann sogar Zuschuss für einen gesundheitsgerechten Arbeitsplatz geben.

Muskeln können wachsen – auch noch mit 70

Muskeln können wachsen

Nur Mut! Es ist nicht zu spät.

Mit jedem Gramm weniger Muskelmasse wird deine Haut schlaffer, deine Knochen brüchiger, dein Immunsystem schwächer und dein Geist träger. Das muss nicht sein!

Wenn du jetzt anfängst deine Muskeln zu hegen und zu pflegen, kannst du den weiteren Abbau stoppen. Durch regelmäßige Bewegung kannst du deine Beschwerden deutlich lindern.

Muskeln wachsen auch noch mit 70. Von wegen natürlicher Muskelschwund ab 50. Es ist nie zu spät.

Deine Muskeln sagen Dankeschön thank-you-1030266_1920

  • Jugendlicheres Aussehen – eine starke Muskulatur unter deiner Haut hält deine Züge glatt und frisch
  • Straffe Figurmit jedem Gramm mehr Muskelmasse verbrennst du auch mehr Fett
  • Kräftige Knochen – starke Muskeln schützen dein Knochengerüst vor Fehlbelastung, reduzieren Gelenkschmerzen,  Rückenbeschwerden und beugen Osteoporose vor. Mit jeder Muskelkontraktion wird stabilisierendes Kalzium in deine Knochen gepumpt.
  • Gute Abwehrkräfte – Muskeln in Aktion kurbeln das Immunsystem an, du produzierst mehr aktivere und aggressivere Killerzellen, die Bakterien, Viren und Krebszellen vernichten.
  • Starke Lunge – jede deiner Zellen wird besser mit Sauerstoff versorgt. Das ist wie Doping für Leistungskraft von Körper und Geist.
  • Sauberes Blut – wenn deine Muskeln arbeiten vermindert das die Blutfette. Cholesterin wird gesenkt, das Blut fließt besser.
  • Kräftiges Herz der Ruhepuls sinkt, dein Herz arbeitet quasi sparsamer und schlägt länger.
  • Leistungsfähigkeit – du kannst maximale körperliche und geistige Leistungsfähigkeit erreichen – auch noch wenn du schon über 70 bist!

Bewegung entstresst und macht glücklich

Und das stimmt wirklich. Ich bestätige das. Das weißt du selbst, da erzähle ich dir nichts Neues. Aber das alles zu wissen, reicht nicht. Du musst auch tun was du weißt.

Ich habe jahrelang so viel gewusst und nichts davon wirklich getan. So richtig getan meine ich. Und ich habe mich immer beschwert über die Umstände. Bis ich dann mein Warum gesucht und gefunden habe – dann fing ich langsam an erste Schritte in die richtige Richtung zu gehen.

Hast du einen Schrittzähler? 9 – 10.000 Schritte am Tag wären optimal für eine bessere Gesundheit. Wenn du das täglich schaffst, also dein Schrittzähler dir das bestätigt – Gratulation! Du hast die besten Chancen auf eine gute Gesundheit. Ich habe das, außer vielleicht bei gutem Wetter mal am Wochenende, nie geschafft. Übung macht aber bekanntlich den Meister.

Du hast dir einen schönen Ausgleich verdient

Es muss etwas zum Ausgleich her! Richtig – das brauchst du zu dem, was du die meiste Zeit deines Lebens tust. In meiner letzten 3wöchigen Reha hat mir mein Therapeut folgendes erklärt: Wenn du eine sitzende Tätigkeit hast, musst du in deiner Freizeit dafür sorgen, dass du das Gegenteil machst. Also Bewegung.

Wenn du eine körperlich anspruchsvolle Tätigkeit hast, dich im Job viel bewegst, dann musst du in deiner Freizeit für Entspannung und Ruhe sorgen.

Ja, denke ich –  klingt logisch. Der hat gut reden. Der sollte mal meinen Job haben. „Wenn sie wirklich wollen, finden sie eine Lösung“, sagt er. Ok, ich will ja! Wirklich? „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.“ Aber wie?

Du weißt schon was jetzt kommen muss: Wenn dein Warum groß genug ist, zeigt sich dir das Wie von alleine – du findest deinen Weg!

Ich wusste ich muss raus aus meiner Komfortzone. Lösungen suchen, nicht Ausreden. Den inneren Schweinehund überlisten, oder ihm einfach schmackhaft machen, wie toll das Leben ohne Schmerzen wäre. Hab ich getan! Es ist aufregend, spannend und ganz leicht. Und es lohnt sich.

Na, Lust bekommen?

Dann beginne gleich mit dem ersten, wichtigsten Schritt:

Das macht es dir leichter:

Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie - Friedrich Nietzsche Klick um zu Tweeten

Der Mann hat so Recht! Und nur wenn du dein Motiv kennst, kannst du viel ertragen und deshalb das erreichen, was du willst.

Wenn du etwas verändern willst, musst du wissen „WARUM“

Finde dein Warum für mehr Bewegung! 13177170_1354292247917502_5811688504057101950_n

Nimm dir jetzt etwas Zeit für dich. Vielleicht bei einem schönen Spaziergang in der Natur = Bewegung. Oder du ziehst dich an deinen Lieblingsort zurück und hörst Musik, die dir beim Entspannen hilft.

Sorge auf jeden Fall dafür, dass du ungstört bist. Falls du jetzt keine Zeit dazu hast, blocke dir eine feste Uhrzeit für Morgen. Spätestens Übermorgen. Verpflichte dich selbst. Vielleicht stehst du morgens früher auf. Morgenstund hat Gold im Mund.

Das ist eine gute Zeit. Sage allen, dass du während dieser Zeit nicht gestört werden möchtest. Du bist nicht erreichbar.

Und stelle dir die Frage nach deinem „Warum“.

Dein Warum – bringt dir Freude – bringt dir Power – bringt dir Motivation – bringt dir Disziplin – bringt dir Ausdauer und Ergebnisse.

Die Antwort auf die Frage nach deinem „Warum“ muss ganz klar sein! Gib nicht auf wenn es nicht gleich klappt und du einfach keine Antwort zu finden scheinst. Versuche es weiter. Es braucht vielleicht etwas Übung. Frage dich Morgen wieder.

Ich wünsche dir viel Spaß dabei und dass du eine klare Antwort auf deine Frage findest.

Hat dir der Artikel geholfen? Dann teil ihn bitte in deinen Netzwerken.

Hast du Fragen, Tipps und Anregungen? Dann freue ich mich auf deinen Kommentar.

Bleib in Bewegung!

Hilf dir selbst und lächle

Liebe Grüße

Monika

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